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Hardy Heller

von Tobi am 14. Sep 2008, abgelegt unter Artists, Dj´s

Hardy Heller“, geboren und aufgewachsen in „Hambach“ (Neustadt / Wstr.), der Geburtsstätte der deutschen Demokratie, hatte seinen ersten offiziellen DJ-Gig 1987. Schon damals, noch zu Schulzeiten, konnte er sich eine kleine Fangemeinde erspielen. Vorzugsweise Tracks von Künstlern, wie „New Order“, „Throbbing Cristle“, „No More“, „Front 242“, „The Cure“, „Propaganda“, „Nitzer Ebb“, „Bauhaus“, „The Smiths“, „Depeche Mode“, „Psyche“, „DAF“, „Logic“, „Kraftwerk“ und vieles mehr kamen auf die Plattenteller. Aber auch damals schon verfügte er über die nötige Offenheit, um über den Tellerrand einer Musikrichtung hinaus schauen zu können – sicherlich auch verursacht durch das aktive Zuhören bei Musik die seine 4 Geschwister oder seine Eltern ihm zugänglich machten, oder auch seine 12-jährige klassische Klavierausbildung bei u.a. “Markus Stange“. seine musikalisch erfrischenden Sets erfreuten sich grosser Beliebtheit und so war Hardy Heller auch schon schnell über Neustadt hinaus ein Begriff und spielte bereits Ende der 80er auch regelmässig in Clubs ausserhalb seiner Heimatstadt Neustadt. Nach seinem Abitur war ihm absolut klar, dass er gerne im Bereich Musik sich auch hauptberuflich verwirklichen wollte.

Nach kleineren Umwegen landete er so auch schnell bei der seiner Zeit größten, privaten Tonträger- & Vertriebsfirma Europas: „Zyx Music“. beginnend als Assistent im Import Büro und verbunden mit der Tatsache, dass er durch den Inhaber von „Zyx Music“, „Bernhard Mikulski“, der schnell sein Talent / Können erkannte, gefördert wurde, konnte „Hardy Heller“ schnell und fast vom Beginn der 90er  an im Bereich der elektronischen Tanzmusik aktiv gestaltend tätig werden. Als Leiter des Importbüros war er so bspw. für erste Lizenznahmen und das zusammenstellen von ersten Kopplungen / Samplern zuständig. So erfuhr die wohl als Mutter aller Technokopplungen zu bezeichnende Samplerreihe „Techno Traxx“ durch seine Zusammenstellung einen Aufschwung der Verkaufszahlen im fünfstelligen Bereich. Nach ersten erfolgreichem vorbereiten von Vertragsabschlüssen u.a. mit Artists wie bspw. „DJ Dag“ oder auch „Winx“ (alias „Josh Wink“) mit seiner congenialen Nummer „Don´t Laugh“, welche sogar in die offiziellen Verkaufscharts in Deutschland stürmte, wurde er schnell zum „A & R Manager“ befördert. Auch die Betreuung des weltweit anerkannten Labels „Strictly Rhythm“  wurde für Deutschland, Österreich und die Schweiz in seine Hände gelegt und ganz nebenbei startete er auch noch das der elektronischen Musik zugewandte Zyx-Tochter-Label „Acalwan“. Unzählige weitere, eigenverantwortliche, teilweise sehr erfolgreiche, Vertragsabschlüsse folgten, ob „Natural Born Grooves – Groovebird“, „Tom Wilson – Techno Cat“, Thomas P. Heckmann´s „Drax Ltd – Amphetamine“, „Josh Wink – Higher State Of Conscioussness“, Armand van Helden …“…der ein oder andere Meilensteine der tTechnogeschichte war definitiv dabei, den „Hardy Heller“ für „Zyx Music“ unter Vertrag nahm und teilweise sogar europaweit zu Chartehren verhalf.

Zwangsläufig lernte er durch seine Tätigkeit auch viele Protagonisten, DJs und Produzenten persönlich kennen und so fand er sich auch schon bald in dem ein oder anderen Tonstudio wieder. Produktionen mit „Jörg Henze“, „Andreas Kauffelt“ oder bspw. „Thomas P. Heckmann“ folgten hieraus dann quasi zwangsläufig sozusagen als Betriebsunfall aus einer freundschaftlichen Beziehung.

Zu dieser Zeit ruhte Hardy Hellers DJ Tätigkeit fast vollständig, denn es gab einfach viel zu viel zu erleben und zu tun. Mit dem in´s Leben rufen seiner eigenen Eventreihe „Ohral“ in und um seine Heimatstadt Neustadt , im Jahre 1994 / 1995,  und den gerade genannten Eigenproduktionen sollte sich dies allerdings wieder wandeln. Ohne sich dem Druck eines regelmäßigen Events auszusetzen wurden die Ohral Events schnell zu absoluten Kultparties.

Diese Parties, seine Heimatverbundenheit und das Angebot der „Ucmg Germany“ (welche schon lange auf die Arbeit von „Hardy Heller“ aufmerksam geworden waren) in Heidelberg sorgten dann dafür, dass Hardy Heller seine Tätigkeit bei „Zyx“ nach mehreren erfolgreichen Jahren beendete und sich (obwohl er auch ein Vorstellungsgespräch bei der in Hamburg ansässigen „Edel Company“ hatte) der „Ucmg Germany“ anschloss, um hier als „Creative Manager“ diverse Labels / Künstler zu entdecken, betreuen und zu entwickeln. Zusätzlich wurde ihm aber auch von „Zyx Music“ ein Beratervertrag angeboten, so dass er einerseits kommerziell agieren konnte, gleichzeitig aber selbst fest verwurzelt mit dem Untergrund blieb. So war er bspw. mitverantwortlich für die Lizensierung von „Armand van Helden – Phunk Phenomena“ auf „Zyx Music“. Andererseits konnte er seiner Zeit jungen, aufstrebenden Artists wie bspw. „DJ Tiesto“ eine Plattform bieten. Auch konnte Hardy Heller unter diesen Voraussetzungen seine eigenen Ziele im Bereich DJ-, Produktions-, und Eventtätigkeit mehr oder minder Hand in Hand mit seinem eigentlichen Beruf, sozusagen parallel und durchaus synergetisch weiter verfolgen.

Seine erste gemeinsame Produktion unter dem pseudonym „HH“ , mit dem Techno-urgestein Raymund Beyer alias „Ray Boyé“, war ein gelungener Achtungserfolg, der von Künstlern wie „DJ Dag“, „Mark Spoon“, „Paul van Dyk“ usw. gespielt wurde. Schon seine zweite bei „Ucmg“ veröffentlichte EP sollte zu seinem mehr oder weniger internationalem Durchbruch führen. Denn die „I.C.E. EP“ wurde nicht nur von fast allen Key-DJs dieses Planeten gespielt, sie schaffte es auch bis auf Platz 11 der „UK Cool Cut Charts“. Eine exclusive Lizenznahme durch „EMI“ folgte und der Track fand sich letztendlich auf über 20 Compilations wieder. Weitere erfolgreiche Produktionen ( bspw. Kooperation mit DJ Stigma auf  Platz 1 der offiziellen norwegischen Dance Charts usw.) & Remixe (u.a. für die englische Kultlabels, „Positiva“, „Hope“, oder Künstler wie „DJ Tiesto“, „Marc Romboy“, „Rising High Collective“ usw (der Track „Fever Called Love“ schaffte es übrigens mit einem Remix von „Hardy Heller“, der gar als offizielle Single Version verwendet wurde, in die offiziellen englischen Verkaufscharts) folgten.

DJ-Gigs quer durch Europa, Ibiza („Privilege“ & „Space“), Kanada, USA, Asien, Indien – mehrere Auftritte bei der ehemals hochangesehenen „HR 3 Clubnight“ (samt nächtlicher Fernsehübertragung), regelmäßige Gigs im legendären „Dorian Gray“ usw.  waren quasi Alltag von „Hardy Heller“. Auch sein für „Ucmg“ in´s Leben gerufene Label „Planetary Consciousness“ erfreute sich schnell internationaler Reputation. Seine Veranstaltungsreihe „Ohral“, welche immer wieder an neuen, gut ausgesuchten Locations zelebriert wurde fand sich plötzlich im international bekannten „U60311“ mit Gästen wie „Timo Maas“, „Nick Warren“ usw. zwischenzeitlich wieder.

Anfang / Mitte des neuen Milleniums wurde es kurzzeitig ruhiger um „Hardy Heller“. Aus privaten Gründen beendete er seine Tätigkeit für die „Ucmg Germany“ in Heidelberg und zog in seine Heimat, Neustadt und sich selbst vorübergehend aus dem Musikgeschäft zurück. Lediglich als DJ und auch mit seinen Events sendete er musikalische Lebenszeichen, auch wenn er im Background immer wieder tätig war, bspw. mit dr Lizensierungen von diversen „Space Night Compilations“

Mit der Etablierung der Eventreihe „Weiherabend“ setzte dann ab 2004 allerdings abermals, wenn auch eher auf regionaler Basis, Maßstäbe. Quasi parallel etablierte er eine mehrjährig andauernde Club-Residency im kleinen, aber äusserst feinem „Soho“ in Mannheim mit Namen „Groovedelic“.

Groovedelic“ hieß dann eben auch seine zur gleichen Zeit über „Sunshine Live“, dem grössten Sender deutschlandweit für elektronische Tanzmusik, ausgestrahlte „Radioshow“, welche er mehrere Jahre wöchentlich Sonntags mit seinem musikalischen Vorstellungen / Darbietungen füllte.

Mit „On A Mission“ und wiederum „Groovedelic“ brachte er Ende 2005 zwei, komplett eigenverantwortlich geführte Labels an den Start, welche über „Intergroove“ vertrieben wurden. Etliche, durchaus erfolgreiche Veröffentlichungen mit Künstlern wie „Inkfish“, „Orkidea“, „Jodi & Spesh“, „David West“, „Peter Jürgens“ usw. und „Hardy Heller“ selbst waren das Resultat dieses kreativen Schaffens. Auf Grund eines anstehenden, kompletten Wohnungsumbaus wurden diese Labels jedoch dann 2007 auf Eis gelegt.

Seit Ende 2009 ist „Hardy Heller“ als Labelbetreiber wieder zurück. Der Name für das neue Label, das neue Baby, lag ja eigentlich seit Jahren auf der Hand: „Ohral Recordings“. damit aber nicht genug, denn mit „Ohral b“ hat Hardy Heller gleich noch die passende Spielwiese für Produktionen abseits der gängigen Clubdogmata mit aus der Taufe gehoben.  Bereits das zweite Release hierauf, von „Durchblick“, schaffte es in die „Itunes Album Dance Charts“. Das Release von „Jugendstil“ schaffte es bis auf Platz 4 des wichtigsten englischen Downloadportals „Juno“. Aber auch das cluborientierte Label „Ohral“ selbst konnte bereits mit dem dritten Release von „Markus Wesen“ eine ganze Armada von namhaften DJs begeistern. Mit dem fünften Release von „Hardy Heller“ selbst, bei dem er mit weiteren Acts des Labels wie „Alex Connors“ zusammenarbeitete (ergänzt  mit veritablen Remixen von „C-Rock“ / „Cocoon“)), fand sich „Ohral“ plötzlich in vielen Charts so genannter Global Player und auch bald schon in den Charts vieler Download-Portale weltweit wie „beatport.com“, „tracktracker.com“, „djshop.de“ usw. wieder. Wobei anzumerken ist, dass derartige „Erfolge“ zwar gerne angenommen werden, jedoch die Leidenschaft, die Passion für die Musik an sich grundsätzlich bei Hardy Heller immer im Mittelpunkt stand und steht.

Mitte 2010 lancierte er auch wieder eine Radiosendung: die „ohral radio show“ gibt es seit her alle 14 tage mittwochs mit DJ Mixes des „Ohral-Roosters“ auf „Sceen.fm“ von 21-22 uhr (mitteleuropäische Zeit) zu hören – in diesem Sinne:

Listen & enjoy !!!

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